Page 11 - Baselbieter Woche Liestal - KW 50 - 2025
P. 11
DIENSTAG, 9. DEZEMBER 2025 SEITE 11
«Wir verlieren unsere Souveränität»
Publireportage
Das Forum der Weltoffenheit
Perspective CH lud kürzlich zur
traditionellen Jahresversamm-
lung im Gasthof Ochsen in
Lupfig. Dabei zeigte Urs Wiet-
lisbach, Investor und Partners
Group Gründer, diverse Fakten
auf, die klar gegen das EU-Ver-
tragspaket sprechen. Reto Ca-
prez, Präsident von Perspective
CH, freute sich über das zahl-
reich erschienene Publikum.
Auch er wünscht sich eine di-
rekt-demokratische und wett- Bilder: PERSPECTIVE CH
bewerbsfähige Schweiz und Urs Wietlisbach, Investor und Mitinitiant Kompass-Initiative, zeigte, wie stark Perspective CH
keine EU-Passivmitgliedschaft. die Schweiz dank ihrer Unabhängigkeit heute ist. Forum für Weltoffenheit
und Souveränität
Welchen Eindruck vermittelte Die EU ist ein supranationales Absolut, das Ständemehr ist zwin-
Urs Wietlisbach bezüglich dem Gebilde, getrieben von einer poli- gend, keine Frage. Wenn nicht Die politische Bewegung Per-
spective CH wurde mit der Ziel-
neuen Rahmenabkommen mit tischen Elite in Brüssel. Das wi- bei dieser Abstimmung – wo und setzung gegründet, über die
der Europäischen Union? derspricht dem Schweizer Demo- wann dann? Es geht hier um die Chancen eines Wegs der Weltof-
Reto Caprez: Urs Wietlisbach ver- kratieverständnis diametral. Wir Zukunft der Schweiz, um Kern- fenheit und der staatlichen Sou-
mittelte einen äussert kompeten- sind da nicht kompatibel. Die EU fragen im direktdemokratischen veränität ausserhalb von Wirt-
ten, nachhaltigen Eindruck und kennt keine Volksabstimmungen, Prozess. Nur wer Angst vor einer schaftsblöcken und politischen
konnte ein komplexes Thema prä- kein Referendumsrecht. Das geht Volksabstimmung hat, der ist Machtballungen zu informieren.
zise und für alle verständlich dar- nicht auf. gegen das Ständemehr. Unver- Darüber hinaus will Perspective
legen. Sein Auftritt war eindrück- ständlich, was die Kantonsregie- Reto Caprez (rechts) dankt Urs Wiet- CH Anregungen zur konkreten
lich und nachhaltig. Der Anlass im Ochsen in Lupfig rungen hier propagieren und so- lisbach für seinen souveränen Auftritt. Ausgestaltung dieser Alterna-
war gut besucht: Wie spüren Sie mit ihre Mitbestimmung aus der tive geben.
Was sind die Hauptargumente den Puls der Bevölkerung bezüg- Hand geben. Was wünschen Sie sich persön- In diesem Sinn möchte Perspec-
gegen den EU-Vertrag? lich der EU-Rahmenverträge? lich als Präsident von Perspec- tive CH einen zuversichtlichen
Mit diesem Rahmenabkommen Noch ist das Thema im Volk nicht Was bleibt bei der Ablehnung tive CH und CEO eines Schweizer Kontrapunkt setzen zur langfris-
geben wir, für vergleichsweise so präsent, es ist ja noch im poli- der EU-Verträge? Gibt es einen KMU für die Schweiz in Bezug tigen, auf den EU-Beitritt ausge-
wenige wirtschaftliche Vorteile tischen Prozess. Doch ich stelle Plan B? auf die EU-Verträge? richteten Integrationspolitik des
– sofern es sie denn wirklich gibt immer wieder fest, dass wenn Gar nichts wird passieren. Die Eine selbstbestimmte, souve- Bundes. Das Forum lehnt das
neue Rahmenabkommen mit
– die Selbstbestimmung in der man sich damit auseinander- EU wird allenfalls kurz mit «Pie- rän auftretende Schweiz, die ihre der Europäischen Union ab.
Rechtssetzung aus der Hand und setzt, viele Themen klarer wer- sacken» uns zu ärgern versu- Stärken einzusetzen weiss. Diese
verlieren somit Souveränität. Die den und ein Nein umso wichtiger chen, wird dann aber realisie- sogenannten Rahmenverträge Perspective CH setzt sich dafür
ein, dass unser Land weiterhin
direkte Demokratie ist mit diesen erscheint. ren, wie wichtig die Schweiz für sind das Gegenteil, weshalb ich eigenständig über die Art und
Verträgen Geschichte. sie ist. Es braucht keinen Plan B, mir eine Ablehnung dieser er- Weise seiner Beziehungen mit
Urs Wietlisbach sprach auch das wir haben ja das Freihandels- hoffe. Eben genau zum langfristi- Europa und der Welt entschei-
Wieso beissen sich die direkte Ständemehr bei einer allfälligen abkommen und das ist absolut gen Wohl der Schweiz. den kann.
Demokratie der Schweiz mit Volksabstimmung an. Ist es not- ausreichend für den Marktzu- www.perspective-ch.ch
dem System der EU? wendig und wenn ja, wieso? gang. Interview: Corinne Remund
Ziele der Kompass-Initiative
1. Eigenständige und selbstbe-
wusste Aussenwirtschafts-
politik
2. Sektoriell «bilateral» verhan-
deln, kein Rahmenabkom-
men
3. Freie Wahl der Handelspart-
ner und Verhinderung einer
Monopolbeziehung mit der
EU
4. Wahrung der demokrati-
schen Rechte des Volkes und
Bild: GN der Kantone
Reto Caprez, Präsident von Perspective CH, begrüsste das zahlreich erschienene Publikum zur tra- Das Publikum setzt sich kritisch mit dem EU-Vertrag aus- www.kompasseuropa.ch
ditionellen Jahresversammlung im Gasthof Ochsen in Lupfig. einander.
ANZEIGE

