Page 3 - Schwarzbuben Woche - KW 51 - 2016
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DONNERSTAG, 22. DEZEMBER 2016                                                                                   AKTUELLES                                                                       SEITE 3

                                   FORTSETZUNG FRONT

«Ich wollte mich selbstän-                                                                                      finden. «Er war ein spannender             Moment mal...
dig machen, davon hatte ich                                                                                     Mensch, der die Leute immer
schon immer geträumt», sagt er.                                                                                 mit seinen Erzählungen faszi-              Lassen Sie doch
«Für mich war das ein totaler                                                                                   nierte. Dann war er plötzlich              den Donald einfach
Schock. Da merkte ich, dass er                                                                                  tot und es war nichts mehr da,             trumpeten
mir doch etwas mehr bedeutete,                                                                                  weil er nie etwas aufgeschrieben
als ich mir bisher eingestanden                                                                      Bild: zVg  hatte», erzählt Sybil Schreiber.                             HHH                fentlech nid so nöumödisch Züg’s
hatte», erzählt sie. Beide waren                                                                                Sie fügt hinzu: «In jedem Leben                                                 wie eis mou bir Betriebsfier vom
in günstigen Altbauwohnungen       kamen wir in Zurzach an. Der                                                 stecken so viele berührende Ge-            Ich sitze im Vortragsaal der Päd-    Haslebacher Hausi, do bi ni am
im Seefeld zur Miete und genos-    Nebel hing tief, weit und breit                                              schichten. Es ist schade, wenn             agogischen Hochschule Bern und       Schluss hei go dä Chüehschrank
sen ihre Freiheit, während die     war kein Mensch zu sehen.»                                                   sie verlorengehen. Wir wol-                warte auf die Ansprachen. In we-     plündere», erwähnt der mittlere
Liebe langsam hochköchelte.        Ihre erste Reaktion: «Bring                                                  len den Menschen einen Raum                nigen Minuten werden hier die        der drei Herren. «Jäh, was het’s
Aber erst nach der Geburt von      mich sofort hier weg, sonst                                                  und die Inspiration geben, sie             Abschluss-Diplome für 150 neue       de gäh?», wollte jener ganz rechts
Tochter Alma (heute 16) zogen      werde ich depressiv!!» Er hat                                                festzuhalten. Das hat nichts               Lehrkräfte im Kanton Bern ver-       wissen. «So komischi Fischroue
sie in einem Zürcher Aussen-       es dann doch geschafft, sie von                                              mit abgehobener Literatur zu               teilt. Darunter befindet sich auch   mit Ries», erläutert der Angespro-
quartier in ihre erste gemein-     den Vorzügen «auf dem Land»                                                  tun. Schreiben kann man wie                die Freundin meines Sohnes.          chene. «Sushi», erkennt derjenige
same Wohnung ein. Dann kam         zu überzeugen. Mittlerweile ge-                                              Fahrradfahren lernen.» Mon-                Herzliche Gratulation. Doch das      links von ihm. «Jo, chönt si, dass
Ida zur Welt und schliesslich      fällt es ihr prächtig.                                                       tag und Dienstag ist Kolumnen-             Ganze dauert noch etwas, wes-        si däm so g’seit hei, aber uf au Fäu
wurde geheiratet. Weil sie nun                                                                                  tag. Lange überlegen müssen                halb meine Augen nicht das Red-      het’s keni Schinke- u Eierbrötli
zu viert waren, kam trotz des      Aufschreiben statt vergessen                                                 Schreiber und Schneider nie –              nerpult fixieren, dafür meine Oh-    gäh.»
knappen Budgets der Traum          Der Tod von Sybil Schreibers                                                 der Alltag liefert immer Stoff.            ren umso gespannter den Gesprä-      Nun geht es los, und 150 Lehr-
vom eigenen Haus auf. Schnei-      Vater war der Auslöser für die                                               Ende nicht abzusehen. Die bei-             chen meiner Sitznachbarn lau-        gang-Absolventen erhalten ihre
der versuchte Städterin Schrei-    Biografiekurse, die mittlerweile                                             den witzeln: «Nicht auszuden-              schen.                               Diplome. Eine bunte Schar von
ber, die inzwischen zur Ressort-   schon seit sechs Jahren im Ge-                                               ken wie’s wird, wenn wir ins Al-           «Hesch geschter d’Margrit ou         neuen Lehrerinnen und Lehrern.
leiterin bei TA-Media avanciert    schichtenhaus Hirschli statt-                                                tersheim müssen und dort auf               gseh. Äs isch scho u lang här, sit   «Lueg jetz mou dä a, ganz rächts
war, Bad Zurzach als Wohnort                                                                                    den Putz hauen. Es gibt noch               ig die s’letscht mou so diräkt vor   usse, du wottsch mir jetz nid
schmackhaft zu machen. Dort                                                                                     Steigerungsmöglichkeiten.»                 mir gha ha. Du, die het de aber      säge, dä wärdi ab em Nöijohr uf
hatte er einst als Lehrer gear-                                                                                                                            vei chli abgnoh», sagt meine un-     d’Schüeler los gloh. Läck tüe mir
beitet. «Ich stieg mit ihr in Zü-                                                                                            Mehr Infos:                   gefähr 60-jährige Sitznachbarin      die Gofe leid», tönt es links hin-
rich in den Zug. Tausende von                                                                                    www.schreiber-schneider.ch                rechts von mir zu ihrer Kollegin     ten von mir. «Köbu, was regsch di
Leuten schwirrten am Bahnhof                                                                                                                               neben ihr. «Jo, du, das isch mir ou  uf, die hütige Gofe merke doch gar
herum. Die Sonne schien. Dann                                                                                                       Ursula Burgherr        uf g’faue. Aber die het de gar nid   nid emou meh, was für ne Globi
                                                                                                                                                           öppe g’sung us g’seh. Isch jo schön  do vore a der Wangtafele steit. Viu
Goetheanum legt Präparatestudie vor                                                                                                                        für sie, we sie jetz so schlank der  schlimmer finge i de das bleiche,
                                                                                                                                                           här chunt, aber ig ha der Idruck     chline Meiteli grad ir Mitti. Di cha
In der biodynamischen Land-        falt sollte nicht unbedacht per                                              Präparatehersteller. Die Stu-              gha, die ganzi G’schicht heig ihre   doch höchschtens no z’Trubscha-
wirtschaft werden Präparate        Definition standardisiert wer-                                               die zeigt, dass zwar jeder nach            mächtig zue g’setzt.»                che chli ungerrichte, aber scho
eingesetzt, um die Boden-          den. Sie gründet in einem per-                                               Möglichkeit die Präparate selbst           Ich wende meine Ohren von den        z’Burdlef überläbt die ke Klass,
fruchtbarkeit und Produkte-        sönlichen Verhältnis zu den                                                  herstellt, es aber auch regio-             Frauen ab und blicke in die Reihe    die Gofe mache mid dere was sie
qualität zu erhöhen. Zur jähr-     Präparaten und in den unter-                                                 nale Gruppen oder professio-               vor mir. Da sitzt eine Gruppe,       wei», entgegnet ihm derjenige
lichen Zertifizierung als De-      schiedlichen natürlichen und                                                 nelle Präparatehersteller gibt.            bunt gemischt, wohl Vater und        rechts aussen.
meter-Betrieb gehört auch          sozialen Gegebenheiten rund                                                  Die befragten Landwirte ach-               Mutter eines Diplomanden, de-        Ja, und warum schildere ich Ih-
der Blick auf die Präparate-       um die Welt.» Für die Herstel-                                               ten schwerpunktmässig auf                  ren Freunde, Onkel, Grossmütter      nen das alles? Sollten Sie sich in
arbeit auf einem Hof.              lung brauche es handwerkliche                                                eine gute handwerkliche Her-               und -Väter. Der Älteste wirft noch   jüngster Zeit Gedanken darüber
Bis jetzt gibt es dazu keine de-   Fähigkeiten; gleichzeitig gehe es                                            stellung. Gibt es die von Rudolf           rasch vor der ersten Laudatio die    gemacht haben, was mit einem
taillierten Richtlinien; doch der  «um das Tun aus einer bewuss-                                                Steiner angegebenen Pflanzen               wichtigste Frage des Abends in       Donald Trump als neuem ameri-
Druck von aussen wächst, diese     ten Haltung heraus». Die Präpa-                                              im eigenen Land nicht, impor-              die Runde: «Wo gö mir nähr no        kanischen Präsidenten auf uns zu-
Arbeit zu definieren. Ueli Hur-    ratestudie ermittelte, wie Land-                                             tieren die einen sie aus Europa,           eis go zieh?. Am eifachschte wär’s,  kommt, welche Auswirkungen die
ter, einer der Leiter der Sektion  wirte weltweit die Präparate tat-                                            während andere sie durch ein-              wemer i Bäre gienge, aber die hu-    Digitalisierung auf unser Leben
für Landwirtschaft am Goethe-      sächlich handhaben. Die For-                                                 heimische Pflanzen ersetzen.               ere bladeri Siechi ihr Gascht-       haben wird oder wie wir auf die
anum, betont: «Die gelebte Viel-   schungsgruppe ermittelte als                                                                                            stube gö mir mängisch afe g’hörig    zunehmende Strahlenbelastung
                                   Überblick weltweit rund 130                                                                                         pd  uf ä Wecker.» Die beiden Jüngs-      beim iPhone 7 reagieren sollen,
                                                                                                                                                           ten in dieser Gruppe, Männlein       dann vergessen sie diese Hirnge-
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                                                                                                                                                           sem Vorschlag nicht viel anfangen    sie den Donald einfach trumpe-
                                                                                                                CFO Doris Barnert                          und sind der Meinung: «Mi chönt      ten. Denn wir haben andere Pro-
                                                                                                                 verlässt die soH                          jo ou mou is Regi gha, dert het’s    bleme zu lösen, Trump, Digitali-
                                                                                                                                                           z’mingscht immer cooli Lüt und       sierung und Strahlen sind bloss
                                                                                                                Doris Barnert verlässt die So-             geile Sound.» «Dä huere Lärme        Randerscheinungen in unserem
                                                                                                                                                           dert, do ghörsch jo gar nüt»,ent-    realen Leben und können uns gar
                                                                                                                lothurner Spitäler und wird                gegnet ihnen ein Herr Mitte 50-      nichts anhaben. Klären sie, wo sie
                                                                                                                                                           zig. «Bim Bier suufe muesch jo ou    mit ihren Freunden, Arbeitskolle-
                                                                                                                Leiterin Corporate Services                nüt ghöre», kontert der Jüngere.     gen und Bekannten in diesen Ta-
                                                                                                                                                           «Süsch luege mir de haut no eis      gen «eis weit go zieh», was sie an
                                                                                                                und Chief Financial Officer                im Ochse z’Münsige verby, s’Lin-     den gemütlichen Adventssonnta-
                                                                                                                                                           ders schetze das immer , weme bi     gen im Familienkreis feines essen
                                                                                                                (CFO) von Swissgrid.                       ihne i chert u mir si scho es Zy-    wollen, Sushi oder «heissi Hamme
                                                                                                                Der Verwaltungsrat von Swiss-              tli nüm gsi», sagt eine der älteren  mit Härdöpfusalat» und lauschen
                                                                                                                grid, der nationalen Netzge-               Frauen in dieser Gruppe.             sie einfach mal dem, was um sie
                                                                                                                sellschaft, hat Doris Barnert              Ob sie nun im Ochsen waren oder      herum gesagt wird und nicht dem
                                                                                                                zur neuen Leiterin Corporate               nicht, kann ich Ihnen nicht mit-     Tagesschausprecher – «äs isch
                                                                                                                Services und CFO gewählt.                  teilen, aber die Diplomfeier hat     nämlech cheibe interessant u
                                                                                                                Sie wird die Solothurner Spi-              noch immer nicht begonnen, wes-      schön üses Läbe hie». Lassen Sie
                                                                                                                täler (soH) per Ende März ver-             halb ich meine Ohren noch rasch      es sich nicht von Donald, der Digi-
                                                                                                                lassen und ihre neue Funk-                 nach hinten ausrichte, denn hier     talisierung und Strahlen mies ma-
                                                                                                                tion bei Swissgrid am 1. April             sind drei Männer in meinem Al-       chen…
                                                                                                                2017 übernehmen. Doris Bar-                ter (also noch recht ansehn-
                                                                                                                nert begann ihre Arbeit als Di-            lich, körperlich fit, geistig über-                             Walter Ryser
                                                                                                                rektorin Finanzen bei den Solo-            aus vif und mit einer sympathi-              Redaktioneller Mitarbeiter
                                                                                                                thurner Spitälern 2008. Die Di-            schen Ausstrahlung) ebenfalls
                                                                                                                rektion Finanzen umfasst die               am Diskutieren. «Bi g’spannt, was                      HHH
                                                                                                                Bereiche Medizincontrolling,               die zum Apéro uftische», sagt der
                                                                                                                Controlling, Patientenadminis-             Herr hinten links von mir. «Hof-
                                                                                                                tration sowie das Finanz- und
                                                                                                                Rechnungswesen. Sie half mit,
                                                                                                                das Unternehmen finanziell auf
                                                                                                                gesunde Beine zu stellen. Der
                                                                                                                Verwaltungsrat und die Ge-
                                                                                                                schäftsleitung der Solothurner
                                                                                                                Spitäler freuen sich für Doris
                                                                                                                Barnert über ihre neue Her-
                                                                                                                ausforderung.      pd
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